KunsTraum zur Wahrheit 


Michael Zeuch        Malerei     -      Gestaltung   -        Meditation
 

Experimentierfeld 

Kreatives Schaffen erfordert die ständige Auseinandersetzung mit neuen Wegen, Methoden und Eindrücken.

Für mich ist immer wieder faszinierend zu erkennen, wie oft man Parallelen aus anderen (natur-) wissenschaftlichen Disziplinen ziehen kann, die dann zu neuen Problemlösungen führen. Das findet auch in der künstlerischen Gestaltung in gleicher Weise statt.

Mich interessieren auch gewisse mathematische Algorithmen, z.B. die Reihe der Fibonacci-Zahlen. Dieser Rechenmeister aus Pisa im 12. Jahrhundert hat die Zahlenreihe 1, 1, 2, 3, 5, 8, 13, 21, 34, etc. gefunden. Jeweils die Addition zweier aufeinanderfolgenden Zahlen ergibt die nächste. Interessant ist, daß der Quotient aus zwei aufeinander folgenden Zahlen eine schwingende Zahlensäule ergibt, die irgendwann im unendlichen den Wert für den goldenen Schnitt mit 1,618033... ergibt. Auch haben Untersuchungen ergeben, daß die Fibonacci-Zahlenfolge auch die Wachstumsvorgänge von Pflanzen beschreibt.

Allein die mathematische Formel ist ein grafischer Kunstgenuss!

Die grafische Darstellung ergibt eine Spirale, die sehr an Luftaufnahmen von Wirbelstürmen erinnert. Sie ist Basis einiger meiner Bilder und wird sicherlich immer wieder dort auftauchen.

Bereiche, an welchen der mathematische Algorithmus in einen imaginären Zustand führen, nennt man Singularitäten. Die berühmten schwarzen Löcher sind solche Ausprägungen und geben Anlass, diese auf philosophischem Wege und dann malerisch zu reflektieren. Anders geht das noch nicht!